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Mini-Beamer BenQ GV1 im Test: Stylisches Unterwegskino

Schnell die Fotos vom letzten Urlaub an die Wand projizieren, auch unterwegs: Mit diesem Versprechen tritt der Mini-Beamer GV1 von BenQ an. Wie gut er dabei strahlt, erfahrt ihr im Test.

Facts:
– Gadget: Portabler Mini-Beamer
– Testdauer: 7 Tage

Beamer verbinden wohl die meisten mit einem sperrigen Kasten, der viel Platz schluckt und sich nicht mal so eben mitnehmen lässt. Als mir BenQ einen portablen Beamer im Mini-Format für eine Review bereitstellte, war ich zunächst skeptisch: Wie soll die ganze Technik in so ein kleines Gehäuse passen?
Mit einer Abmessung von gerade einmal 8 mal 8 mal 15,5 cm ist der GV1 schnell in einer Umhängetasche verstaut. Neben dem Beamer ist im Lieferumfang eine Tasche für den Transport, ein USB-Typ-C-Kabel, ein Ladekabel und eine Fernbedienung enthalten.
Steht der Mini-Beamer ausgepackt vor einem, fällt das minimalistische Bedienkonzept auf. Auf der Oberseite findet sich neben dem Powerbutton, eine Modi-Taste und ein Lautstärke-Regler. Und das war es dann auch schon – zumindest fast. Auf der Seite hat BenQ einen Regler integriert, um die Bildschärfe einzustellen. Ebenfalls nicht unwichtig: der schwenkbare Kopf des GV1. Durch leichten Druck lässt sich die Position des Objektivs nach unten und oben bewegen. Um den integrierten Akku des Beamers aufzuladen, befindet sich auf der Rückseite eine Ladebuchse für das mitgelieferte Ladekabel. Zusätzlich ist ein USB-Typ-C-Port an Bord, über den sich etwa Fotos von einem Stick an die Wand werfen lassen. WLAN bzw. Bluetooth sorgen für die drahtlose Anbindung.

Wie schnell geht die Inbetriebnahme?

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Der Mini-Beamer ist bereits nach wenigen Minuten startklar. Nach dem ersten Einschalten wählt der Nutzer seinen WLAN-Router aus der Verbindungsliste und gibt das Passwort ein. Dabei kommt die mitgelieferte Fernbedienung zum Einsatz. Wer ein Android-Smartphone sein Eigen nennt, erkennt bereits am Tastaturlayout, dass auch der Beamer auf das mobile Betriebssystem von Google (Android 7.1) setzt. Ist die WLAN-Verbindung fertig eingerichtet, wird der Nutzer von dem Homescreen begrüßt. Dieser ist intuitive gestaltet und ermöglicht den Zugriff auf gekoppelte Geräte und die Einstellungen. Getestet wurde der Beamer mit Firmware-Version 1.0.0.1.

Die erste Nutzung mit dem Smartphone

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Neben der Verbindung mit Apple-Geräten, lässt sich der Beamer auch mit Android-Handys oder einem Windows-PC koppeln. Für den Test habe ich ein Galaxy S5 von Samsung mit Android 6 verwendet. Im Menü des Beamers wird dem Nutzer vorgeschlagen für die Verbindung die Gratis-App Google Home aus dem Play Store zu laden. Nach kurzer Installation lässt sich über die Anwendung eine Verbindung zum Beamer herstellen. Dazu entscheidet man sich in den Optionen einfach für ‚Gerät spiegeln‘ und wählt in der Liste den ‚BenQ GV1-xxxx‘ aus. Hat die drahtlose Verbindung funktioniert, wird der Handybildschirm an die Wand projiziert.

YouTube-Videos und Fotos beamen

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Um den Beamer zu testen, habe ich die YouTube-App auf dem Smartphone gestartet und das Galaxy S5 horizontal gehalten. Dadurch wird das Bild nicht im klassischen Hochformat des Handys angezeigt, sondern erstreckt sich über die gesamte Breite. Ich war gespannt, ob die Technik des Beamers für ein gute Darstellung sorgen würde. Mit Blick auf die 480p-Auflösung des GV1, muss der Nutzer Abstriche in puncto Schärfe machen. Das Anschauen von Videos wird davon allerdings nicht allzu stark getrübt. Gerade wenn man sich nur schnell einen Musikclip oder Film-Trailer ansieht, geht die Bildqualität in Ordnung. In Sachen Farbdarstellung macht der Mini-Beamer einen guten Job – gerade in Hinsicht auf seine kompakte Abmessung. Weniger gut hat mir die integrierte Soundausgabe gefallen: Der Beamer klingt etwas blechern und ist daher vor allem bei Musikvideos nicht zu empfehlen. BenQ stellt allerdings Abhilfe bereit. So lässt sich ein Bluetooth-Speaker mit dem Beamer koppeln, der dann für die Audiowiedergabe sorgt.
So viel Spaß die Wiedergabe von YouTube-Inhalten bringt, so wenig Freude bereitet das Ansehen von Fotos. Während die Bilder auf dem Smartphone-Display gestochen scharf angezeigt werden, ist die Darstellung auf dem Beamer leicht verwaschen. Zudem ist der GV1 Beamer-typisch nicht flüsterleise und somit wird die Dia-Show von einem Surren begleitet.

Akku-Laufzeit und Portabilität

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Der Beamer als mobiler Begleiter für das Entertainment im Urlaub? Damit will der GV1 bei potenziellen Käufern punkten. Um die Portabilität zu gewährleiten, hat BenQ einen 3000 mAh großen Akku verbaut. Damit sollen sich der Beamer laut Herstellerangaben bis zu drei Stunden betreiben lassen, bevor er neue Energie tanken muss. Im Test hat er mit etwas mehr als zwei Stunden allerdings nicht ganz so lange durchgehalten. Allerdings wurde beim Testing auch mehrfach die WLAN-Verbindung geändert und ein Firmware-Update durchgeführt.

Kaufempfehlung für

+ Outdoor-Fans
+ Drahtlos-Liebhaber

Ungeeignet für

– Sparfüchse

Fazit: Der Mini-Beamer zeichnet sich dadurch aus, dass man ihn komplett ohne Kabel betreiben kann. Die Verbindung mit dem Handy wird einfach über WLAN hergestellt und der integrierte Akku sorgt unterwegs für die Energie. Ein großer Pluspunkt ist die schnelle Ersteinrichtung, die kaum Zeit in Anspruch nimmt. Die Bildqualität des GV1 geht für seine Kompaktheit in Ordnung. Dia-Show-Enthusiasten werden allerdings wohl kaum auf ihre Kosten kommen. Bei einem Preis von knapp 350 Euro muss der Gadget-Liebhaber also schon genau wissen, wofür er den portablen Beamer einsetzen möchte.

Vielen Dank an BenQ für die Bereitstellung des Testmusters.

Daniel Rottinger

reist durch die Open-World von Watch Dogs 2 (Xbox One)
Mein Name ist Daniel und ich bin der Gründer von tech-win.de. Ich freue mich schon jetzt auf deine Kontaktaufnahme.

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